Landtagsabgeordneter für Dithmarschen-Nord
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11.05.2012, 10:18 Uhr | Übersicht | Drucken
Einem Landtagsabgeordneten über die Schulter geschaut:
Sparen tut weh – aber es muss sein!


Hautnah erlebten 21 Realschüler der Erfder Stapelholm-Schule und WiPo-Fachlehrer Peter Thomsen Landtagsarbeit im März in Kiel. Der Norddithmarscher CDU-Landtagsabgeordnete Karsten Jasper empfing die Abschlussklässler zu einem Informationsgespräch über die Arbeitsweise des Landesparlaments.



Kiel -

Nach einem kurzen Rundgang durch das Gebäude stand er den Besuchern im CDU-Fraktionssaal Rede und Antwort und ging dabei auf die drei Säulen der Landesverfassung ein – dem Landtag, der Landesregierung und der Judikative. Besonderer Schwerpunkt war die Arbeit im Parlament.

„Da die CDU- und FDP-Koalition nur über eine Stimme Mehrheit verfügt, ist in unserer Fraktion viel Überzeugungsarbeit zu leisten“, so der 59-Jährige, der selbst über eine lange kommunalpolitische Erfahrung verfügt. Ehrlich und im Detail erklärte er die „Finanz-Misere des Landes“. Schleswig-Holstein stehe mit 27 Milliarden Euro bei den Banken in der Kreide. „Wenn ihr mich jetzt zwei Stunden besucht, dann hat das Land 330.000 Euro Zinsen dafür zu zahlen“, veranschaulichte Jasper. Bis zum Jahre 2020 müsse die Neuverschuldung gestoppt werden, nur dann erhalte das Land 80 Millionen Euro pro Jahr Hilfe vom Bund und den reicheren Bundesländern. „Wenn wir das nicht schaffen, gehen in Schleswig-Holstein die Lichter aus“, prophezeite Jasper. Auf die Frage eingehend, warum es dem Land so miserabel gehe, brachte Jasper zwei Beispiele: Erstens gibt es vom Bund viele Sozialgesetze, die das Land dann auszuführen und zu finanzieren hat. Zweitens hat das Land „zu viel Beamte“. Das Land beschäftigt 58.000 Beamte, davon sind es 38.000, die in den Schulen, in der Justiz und bei der Polizei beschäftigt sind.

„Im Bildungsbereich zu Sparen, ist zur Zeit nicht vorgesehen“, erklärte Jasper, obwohl bis 2020 die Schülerzahlen im Land um weitere 25.000 sinken werden. Um den Unterrichtsausfall vom ersten Tag an zu beheben, habe das Land sogar Finanzmittel in Höhe von 30 Millionen Euro bereitgestellt. Auch für die Schulsozialarbeit sind zusätzliche Gelder vorhanden.

Nach der Diskussionsrunde wurde noch das Büro des Abgeordneten, das er mit einem Kollegen teilt, besichtigt. Begeistert waren die Schüler vom Benutzen des Paternosters.

„Für mich war es ein interessanter Vormittag, einmal direkt Informationen von einem Landtagsabgeordneten zu erhalten“, erklärte Dennik Dreesen aus Wohlde. „Mal so ein Haus von innen zu sehen, das war schon was“, meinte Fenna Zernitz aus Erfde. Klassensprecher Lukas Hein bedankte sich bei Karsten Jasper für seine Ausführungen. Jasper und Thomsen bekundeten beide, das die Klasse sich gut vorbereitet und mustergültig benommen hatte.


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