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08.10.2008 - Dithmarscher Landeszeitung Übersicht | Drucken

Die Öfen sind schon bestellt – Köster investiert neun Millionen Euro und schafft 40 neue Arbeitsplätze

Lohe-Rickelshof – Auch wenn sie aufgrund der Mauer von außen kaum zu sehen sind: Die Bauarbeiten, die gegenwärtig auf dem Gelände der Firma Köster laufen, stehen für eine Investition von rund neun Millionen Euro – inklusive Fördermitteln der EU. Dort, wo sich im Moment eine ansehnliche Baugrube befindet, soll im kommenden Frühjahr eine hochmoderne Gießerei stehen und in Betrieb gehen.

Dithmarscher Landeszeitung - Damit will das weltweit tätige Traditionsunternehmen Engpässe beseitigen, die seit geraumer Zeit bei den eigenen Gießerei-Kapazitäten bestehen. „Das Vorhaben gab es schon länger, und wir hatten als Standort nicht nur unseren Stammsitz im Auge“, räumt Köster-Geschäftsführer Thorsten Jansen ein. Es gab sogar schon einen Vorvertrag für ein Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern. „In den neuen Bundesländern sind noch relativ hohe Investitionsförderungen zu erwarten“, begründet Jansen den Blick des Hauses gen Osten. Außerdem habe Köster bereits Standorte in Mecklenburg-Vorpommern, seit 1990 in Greifswald und seit 2002 in Güstrow.

Der Lohe-Rickelshofer Bürgermeister Hans Georg Klarmann hatte sich, als er von den Plänen erfuhr, kurzerhand mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister in Verbindung gesetzt. „Für uns war klar, dass Köster die neue Gießerei natürlich hier bauen muss“, so Klarmann. Dass dies nun auch so geschieht, ist laut Thorsten Jansen der Flexibilität zu verdanken, die dem Unternehmen daraufhin von der Landesregierung in Kiel, vom Staatlichen Umweltamt, dem Kreis Dithmarschen und nicht zuletzt der Gemeinde entgegengebracht wurde. „Man hat uns gigantisch schnelle Genehmigungsverfahren für den Neubau ermöglicht sowie eine ausreichende Drei-Megawatt-Stromleitung und eine Förderung in Aussicht gestellt. Somit fiel die Entscheidung dann doch für den Stammsitz“, so Jansen.

Dieser habe darüber hinaus weitere Vorteile: Das Firmengrundstück an der Bundesstraße 203 (Friedrichswerk) biete genügend Platz für die neue Gießerei, zusätzlich werde Köster ein Grundstück im geplanten neuen Loher Gewerbegebiet kaufen: Es besteht eine gute Autobahnanbindung zum Hamburger Hafen, über den Köster einen Großteil der Rohstoffe bekommt und fertige Produkte ausliefert. „Außerdem verfügen wir hier über sehr gut aus- gebildete Mitarbeiter, auf die wir setzen können“, sagt Jansen. Nach Abschluss aller Bauarbeiten werde es in Lohe bis zu 40 zusätzliche Arbeitsplätze geben. „Wir haben vor dem Hintergrund der Planung beispielsweise schon seit einigen Jahren über Bedarf Auszubildende eingestellt“, sagt Jansen.

Die neue Gießerei entsteht direkt neben der bisherigen, die mit Koksöfen betrieben wird. Die neue Anlage hingegen wird sogenannte Induktionsöfen haben, deren Bestellung bereits läuft. „Mit dieser Technik können wir nicht nur unsere Produktionsmenge vervierfachen und viel individueller produzieren und unsere Werkstoffpalette deutlich erweitern, sondern auch den Ausstoß von Kohlendioxid deutlich verringern. Nach Abschluss aller drei Baustufen haben wir eine komplett neue Gießerei, denn alle technischen Anlagen werden ebenfalls erneuert“, sagt der Geschäftsführer. Sämtliche Bauleistungen wurden und werden in der Region ausgeschrieben und vorzugsweise an heimische Firmen vergeben.

Die Maschinenfabrik und Gießerei Köster wurde 1861 in Lohe-Rickelshof gegründet. Dort und an den beiden neueren Standorten Greifswald und Güstrow stehen rund 330 Mitarbeiter bei Köster in Lohn und. Brot. Entwickelt und hergestellt werden beispielsweise Seilwinden für Theaterbühnen, Personenbeförderung, Beladeeinrichtungen, Hebewerkzeuge für Bannerwerbungen auf Bahnhöfen, Wellenmaschinen für Schwimmbäder und Schwimmbecken mit absenkbaren Hubböden, Großpumpen für die Wasserwirtschaft (Be- und Entwässerung), Spezialpumpen für die Flaschenreinigungsindustrie sowie Großarmaturen für den Hochwasserschutz. (Jörg Lotze

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